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Programmieren in COBOL – klassische Sprache für Wirtschaft und Verwaltung

Programmieren in COBOL – klassische Sprache für Wirtschaft und Verwaltung
COBOL gehört zu den ältesten noch praktisch eingesetzten Programmiersprachen. Entwickelt wurde die Sprache insbesondere für kaufmännische und administrative Anwendungen – und genau dort findet man sie bis heute in vielen gewachsenen Softwaresystemen.
Banken, Versicherungen, Behörden und große Unternehmen arbeiten teilweise noch mit umfangreichen COBOL-Anwendungen, die über Jahrzehnte aufgebaut und weiterentwickelt wurden.
Dadurch ist COBOL eine interessante Besonderheit: eine sehr alte Programmiersprache, die dennoch weiterhin gebraucht wird.
Mein Unterricht richtet sich an Anfängerinnen und Anfänger, die COBOL kennenlernen und die grundlegende Arbeitsweise klassischer kaufmännischer Programme verstehen möchten.
Warum COBOL lernen?
COBOL wurde gezielt für die Verarbeitung großer Mengen wirtschaftlicher Daten entwickelt.
Typische Aufgaben sind beispielsweise:

  • Kundendaten verarbeiten
  • Rechnungen erstellen
  • Buchungsdaten auswerten
  • Konten bearbeiten
  • Lagerbestände verwalten
  • Lohn- und Gehaltsdaten verarbeiten
  • Dateien mit großen Datenbeständen bearbeiten
  • Berichte und Auswertungen erzeugen

Damit unterscheidet sich COBOL deutlich von Programmiersprachen, die ursprünglich stärker für wissenschaftliche oder technische Anwendungen entwickelt wurden.
Eine Programmiersprache mit wirtschaftlichem Hintergrund
Bereits der Name COBOL – Common Business-Oriented Language – beschreibt die ursprüngliche Aufgabe der Sprache.
COBOL wurde für Anwendungen geschaffen, bei denen große Mengen strukturierter Geschäftsdaten zuverlässig verarbeitet werden müssen.
Deshalb eignet sich die Sprache besonders gut, um grundlegende Prinzipien der kaufmännischen Datenverarbeitung kennenzulernen.
Klar gegliederte Programme
COBOL-Programme besitzen traditionell einen sehr deutlich gegliederten Aufbau.
Typische Bereiche sind beispielsweise:

  • IDENTIFICATION DIVISION
  • ENVIRONMENT DIVISION
  • DATA DIVISION
  • PROCEDURE DIVISION

Dadurch lässt sich gut erkennen, wo ein Programm beschrieben wird, wo Daten definiert werden und wo die eigentliche Verarbeitung stattfindet.
Gerade für Anfänger kann diese klare Gliederung hilfreich sein.
Typische Inhalte meines COBOL-Unterrichts
Je nach Vorkenntnissen können beispielsweise behandelt werden:

  • Aufbau eines COBOL-Programms
  • Divisionen und Sections
  • Variablen und Datenfelder
  • numerische und alphanumerische Daten
  • Ein- und Ausgabe
  • Berechnungen
  • Bedingungen
  • Verzweigungen
  • Schleifen
  • Tabellen
  • Dateioperationen
  • strukturierte Datensätze
  • Sortierung und Verarbeitung von Geschäftsdaten
  • einfache kaufmännische Programme

Dabei beginnen wir mit kleinen überschaubaren Beispielen und steigern den Umfang schrittweise.
Datenstrukturen verstehen
Ein wichtiger Bestandteil von COBOL ist die genaue Beschreibung von Daten.
Beispielsweise kann ein Datensatz Informationen enthalten wie:
Kundennummer – Name – Rechnungsbetrag – Zahlungsdatum – Kontostand
Im Unterricht wird gezeigt, wie solche Daten aufgebaut, gespeichert und durch Programme verarbeitet werden können.
Gerade dadurch wird nachvollziehbar, weshalb COBOL für klassische Geschäftsanwendungen so erfolgreich wurde.
Kleine kaufmännische Programme entwickeln
Geeignete Übungsbeispiele können beispielsweise sein:

  • einfache Rechnungsprogramme
  • Kundenverwaltung
  • Berechnung von Rabatten
  • Umsatzberechnungen
  • Lohnberechnungen
  • Auswertung von Verkaufsdaten
  • Verarbeitung von Kontodaten
  • Lagerbestandsberechnungen

So werden Programmierung und wirtschaftliche Anwendungen unmittelbar miteinander verbunden.
Alt bedeutet nicht automatisch bedeutungslos
COBOL wird gelegentlich als „veraltete“ Programmiersprache bezeichnet.
Das greift jedoch zu kurz.
Viele große Unternehmen besitzen Softwaresysteme, die über Jahrzehnte entwickelt wurden und zuverlässig ihre Aufgaben erfüllen. Solche Systeme ersetzt man nicht einfach deshalb vollständig, weil inzwischen modernere Programmiersprachen existieren.
Deshalb werden bestehende COBOL-Anwendungen weiterhin betrieben, gepflegt, erweitert und mit moderner Software verbunden.
Gerade das macht COBOL auch heute noch interessant.
Eine ungewöhnliche Zusatzqualifikation
Während sehr viele Programmieranfänger heute mit Python, Java oder JavaScript beginnen, beschäftigen sich deutlich weniger mit COBOL.
Kenntnisse dieser Sprache können deshalb insbesondere für Personen interessant sein, die sich für

  • Wirtschaftsinformatik,
  • Banken und Versicherungen,
  • kaufmännische Datenverarbeitung,
  • Verwaltung,
  • bestehende Unternehmenssoftware oder
  • sogenannte Legacy-Systeme

interessieren.
COBOL-Unterricht für Anfänger
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Wir beginnen mit dem grundsätzlichen Aufbau der Sprache und entwickeln anschließend schrittweise erste eigene Programme.
COBOL bietet dabei einen interessanten Blick auf eine andere Seite der Informatik: nicht Apps und Webseiten stehen im Vordergrund, sondern die zuverlässige Verarbeitung großer Mengen wirtschaftlicher Daten.
Wer verstehen möchte, wie klassische Unternehmenssoftware aufgebaut ist und weshalb jahrzehntealte Programme teilweise noch heute eine wichtige Rolle spielen, findet mit COBOL eine ausgesprochen interessante Programmiersprache.

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